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Große Meister in Stuer

Plau am See, den 10.07.2018

Musiktage am Plauer See gehen weiter: Klavierkonzert des ukrainisches Pianistin Artem Yasynskyy

In dem Örtchen Stuer will Artem Yasynskyy heute um 17 Uhr die großen Meister spielen. Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin. Anlass sind die „8. Internationalen Musiktage am Plauer See“, die in der vergangenen Woche eröffnet wurden.

Artem Yasynskyy wurde 1988 in Donezk geboren und entstammt einer Musikerfamilie. Sein erstes Konzert gab er mit acht Jahren. Danach: spezielle Ausbildung für begabte Kinder und Jugendliche, Studium an der Musikschule Prokofjew – mit Auszeichnung; Masterstudium an der Bremer Hochschule für Künste – mit Auszeichnung. Seit mittlerweile drei Jahren lehrt er das Hauptfach Klavier selbst.

Mit Leidenschaft widmet er sich der Erschließung selten gespielter Meister und ihrer Werke. Seine im „Naxos Grand Piano Label“ erschienene erste CD mit Werken des polnischen Komponisten Jozef Hofmann hat gleich nach ihrem Erscheinen im Mai 2015 viel positive Resonanz erfahren. Im September 2016 spielte er seine zweite CD mit Sonaten von Domenico Scarlatti bei Naxos ein.

Während seines Studiums in Bremen erhielt Artem Yasynskyy unter anderem den „Steinway-Förderpreis“ Hamburg (2011) und das „Carl-Heinz Illies-Förderstipendium“ der Deutschen Stiftung Musikleben (2012). Zahlreiche Konzertauftritte führten ihn durch Europa, nach Südkorea, Japan, Russland, in die USA, nach Australien und zu internationalen Festivals sowie in die „Carnegie Hall“ nach New York.

Er gewann den Dritten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Gian Battista Viotti“ in Italien 2011, die Bronzemedaille sowie den Publikumspreis beim „Sendai International Music Wettbewerb“ in Japan 2013, die Bronzemedaille und den Publi-kumspreis beim internationalen Klavierwettbewerb „Gina Bachauer“ in Salt Lake City, USA 2014 und schließlich die Goldmedaille sowie den Publikumspreis beim „Cincinnati World Piano Wettbewerb“ in Ohio/USA im Juni 2015.

Auftritte mit namhaften Orchestern („Sendai Philharmonic Orchestra“ Japan, „Utah Symphony“, Salt Lake City, USA, dem „Cincinnati Symphony Orchestra“, USA und dem „Calgary Philharmonic Orchest-ra“ Kanada) boten ihm Gelegenheit, viele bedeutende Werke der europäischen Klavierkonzert-Literatur aufzuführen.

Mit dem Konzert von Artem Yasynskyy setzen sich dieß die „8. Internationalen Musiktage am Plauer See – Klaviertage Stuer 2018“ fort. Eröffnet worden war das Festival in der vergangenen Woche durch Christiane Klonz, die Mitinitiatorin und Künstlerische Leiterin dieser Klavierreihe ist. An den beiden Abenden spielte sie für die Zuhörer in der Stuerer Kirche Werke von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin.

Die mecklenburgische Konzertpianistin und Komponistin Christiane Klonz begann mit dem Klavierunterricht an der Musikschule Parchim. Ihr Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin schloss sie mit einem ausgezeichneten Konzertexamen ab. Im Anschluss erhielt sie für die Dauer eines Jahres ein Künstlerstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Sie ist die erste Pianistin, der diese Förderung zuteil wurde. Für ihr schöpferisches Wirken im Kulturleben wurde der Konzertpianistin der „Kunst- und Kulturpreis 2004 des Landkreises Parchim“ verliehen. Des Weiteren wurde Christiane Klonz 2006 zur „Steinway Künstlerin“ ernannt.