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Förderprogramm: Plau am See vernetzt

Mit Geldsegen ins neue Förderjahr – Quelle: https://www.svz.de/18754641 ©2018

Plau am See, den 09.01.2018

„Kleiner Bahnhof“ aus schönem Anlass gestern im Kinder- und Jugendzentrum Plau: Mitglieder des Fördervereins Gesundheitszentrum Plau am See e.V. mit seinem Vorsitzenden Dr. Günther Freier an der Spitze übergaben den Kuratoriumsmitgliedern der Plauer Kinder- und Jugendstiftung eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 1350 Euro. Der Förderverein war 1998 gegründet worden, um legal Mittel aus der Industrie entgegennehmen zu können und mit ihnen Projekte des MediClin Krankenhauses zu unterstützen. Jetzt, da die Auflösung ansteht, geht das Vereinsvermögen an Einrichtungen, die Projekte initiieren bzw. mit Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien arbeiten. „Wir sind froh, dass es in Plau eine Stiftung mit diesem Hintergrund gibt, und freuen uns, mit einem Teil unserer Vereinsgelder mit dazu beizutragen, dass auch weiterhin Vereinen in der Stadt und im Amt unter die Arme gegriffen werden kann“, so Dr. Günther Freier bei der Übergabe.

Eins zu eins „umrubeln“ lassen sich die 1350 Euro jedoch nicht. Was daran liegt, dass es sich bei diesen Geldern weniger um eine Spende, als vielmehr um eine sogenannte Zustiftung handelt. Geld also, das dem Stiftungsvermögen zugeschlagen wird. Zum leichteren Verständnis: Der Ortsjugendring Plau hatte 2001 einen Teil des Erbes der Lübzer Aus- und Weiterbildungsgesellschaft Klebe erhalten. Die hatte sich aufgelöst und verfügte zum damaligen Zeitpunkt über ein Vermögen, das per Gesetz an gemeinnützige Vereine zu gehen hatte. 167  000 DM wechselten in zwei großen Beträgen von Klebe nach Plau am See.

Für das gerade umgebaute Plauer Kinder- und Jugendzentrum ein Glücksfall. Das KiJuZ nutzte den unerwarteten Geldsegen, um z.B. das Haus und ein Internetcafé einzurichten und einen Kleinbus anzuschaffen. Der größte Teil des Geldes, in etwa 140 000 DM, wurden angelegt und vom Verein wie eine Stiftung verwaltet. Anfallende Zinsen wurden für Projekte, Anschaffungen und Vorhaben an die Vereine gegeben.

 

Über Jahre bewährte sich dieses System, bis vor gut fünf Jahren das Finanzamt das Bilden freier Rücklagen untersagte. Und so gründete der Verein im Dezember 2012 seine eigene Stiftung, die Plauer Kinder- und Jugendstiftung, die vom Ortsjugendring verwaltet wird. Das Stiftungskuratorium aus vier Mitgliedern – aktuell sind das Thomas Küstner als Vorsitzender des Ortsjugendrings Plau am See, dessen Vorgänger René Bühring, der jetzt bei der Stadt Plau arbeitet, Heike Wittenburg vom Plauer SV sowie Andrea Vienhues vom Verein Eltern und Freunde der Schule am Klüschenberg – trifft die Auswahl der Projekte, die Vollversammlung entscheidet über die Höhe der Summe.

Bei der Gründung mit 67 000 Euro ausgestattet, beträgt das Stiftungskapital aktuell um die 70 000 Euro. Grund dafür sind in erster Linie Spendengelder und Zustiftungen. Wer die Stiftung und damit den Kindern und Jugendlichen der Stadt und der umliegenden Gemeinden Unterstützung geben möchte, kann sich jederzeit an die Kuratoriumsmitglieder wenden.

Im vergangenen Jahr konnten 806 Euro Fördergelder aus Anlageerträgen ausgereicht werden. „Nicht eben viel. Doch uns ist wichtig, dass unser Anlagekonzept Kapitalgarantie sichert und ohne Risiko ist“, so Thomas Küstner.

– Quelle: https://www.svz.de/18754641 ©2018

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Mit Geldsegen ins neue Förderjahr – Quelle: https://www.svz.de/18754641 ©2018