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Förderprogramm: Plau am See vernetzt

Informationen aus dem Netz

Amt Plau am See, den 07.10.2018

Das Amt Plau am See bietet nun ein Bürgerinformationssystem mit Zugang zu Tagesordnungen, Beschlussvorlagen und Niederschriften

„Die Digitalisierung macht ja auch vieles einfacher“, sagt Plaus Bürgermeister Norbert Reier (Linke), als er auf seinen Bildschirm schaut. Blau und Weiß sind die dominierenden Farben, die er sieht. Norbert Reier blickt auf den Sitzungskalender der verschiedenen Ausschüsse und Vertretungen. Im Oktober gibt es drei. Das alles können die Bürger im Amt Plau am See nun über das neuen Bürgerinformationssystem einsehen. Als eines der letzten Ämter des Landkreises Ludwigslust-Parchim haben die Plauer das System jetzt für alle freigeschaltet, mehrere Wochen früher als geplant.

Lange Wartezeit für digitales Bürgerinformationssystem

„Es hat insgesamt schon relativ lange gedauert“, sagt Reier über den Prozess. Seit klar war, dass auch Plau ein digitales Bürgerinformationssystem bekommen soll, bis zur Freigabe, sei fast ein Jahr vergangen. Zwei Aspekte seien für das Projekt von besonderer Bedeutung gewesen. Wie kann das System die Bürger erreichen? Und wie kann dabei der Datenschutz gewahrt werden? „Der Datenschutz ist uns besonders wichtig“, sagt Reier, der auch der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes ist. Das System „Allris“, das mehr als 600 deutsche Kommunen nutzen, sei aufgrund der Erfahrung, die der Anbieter bereits sammeln konnte, eine gute Wahl gewesen.

Nun ist das System über die Website des Amtes für alle Bürger frei zugänglich. Tagesordnungen, Beschlussvorlagen, Niederschriften – die Plauer, Ganzliner und Barkhagener können sich nun umfassend über die Ziele und Abstimmungen ihrer gewählten Vertreter informieren. „Selten kommen wirklich viele Bürger zu den Sitzungen der Stadtvertretung“, sagt Norbert Reier. Das Bürgerinformationssystem soll das ändern. „Wer sich im Vorfeld informieren kann, kommt vielleicht auch mal vorbei und hinterfragt, was die Vertreter machen“, fügt der Bürgermeister hinzu. Transparenz sei für eine Demokratie enorm wichtig. Die solle so weiter geschaffen werden.

 

Breitbandausbau fehlt noch

Bei der kommenden Kommunalwahl sei zudem möglich, dass jüngere Vertreter, in das Stadtparlament einziehen. „Die werden höhere Ansprüche im Bereich Digitalisierung haben. Auch dafür wollen wir Grundlagen schaffen“, sagt Reier. Am wichtigsten sei momentan aber der DSL-Ausbau. „Uns bringt das beste Informationssystem nichts, wenn unsere Bürger darauf nicht zugreifen können“, so der Bürgermeister.

Genau das aber wollen die Bürger. „Es ist sehr gut, dass das Amt das nun anbietet“, sagt Wolfgang Benecke, der über sein Handy auf das Bürgerinformationssystem zugreifen will. Auch Tom Steppeling findet das Angebot gut. „Klasse, dass man jetzt die Möglichkeit hat, sich zu informieren, bevor Entscheidungen getroffen werden“, sagt er. Steppeling kann sich vorstellen, mit den neuen Informationen auch mal eine Stadtvertreterversammlung zu besuchen.

Sollte es so kommen, hätte Norbert Reier mit dem neuen Bürgerinformationssystem sein Ziel erreicht. Die Kommunikation zwischen Verwaltung beziehungsweise gewählten Vertretern und den Bürgern kann so offener werden und ein neues Niveau erreichen. Dafür nehme die Verwaltung den Mehraufwand, das System zu pflegen, gerne in Kauf. „Grundsätzlich wäre es einfacher, alles immer digital zu machen. Von der Einladung über die Vorlagen bis zur Niederschrift“, sagt Reier. Doch noch sei das nicht möglich. Die Stadtvertreter erhielten beispielsweise fast alle Dokumente auch auf dem Postweg. Das neue Bürgerinformationssystem sei jedoch ein Schritt ein die richtige Richtung.

 

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