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Förderprogramm: Plau am See vernetzt

Von goldprämierten Hasen

Plau am See, den 14.10.2018

Alt- und Jungtierschau in Plauerhagen mit Preisverleihung. Züchter präsentieren 158 Tiere.

Und der Oscar für das schönste Kaninchen geht an: Havanna. Also die Rasse, nicht der kubanische Karibiktraum. Ganze 387 Punkte macht die aus vier Kaninchen bestehende „Sammlung“, wie sie genannt wird, von Bernd Köpp aus Plau.

In den Hallen von Futtermittel Haecker in Plauerhagen zeigte sich übers vergangene Wochenende mit der Alt- und Jungtierschau des M17 Plau am See e.V., welche langohrigen Möhrenvernichter die Nase vorn haben. Und davon gab es ganze 158 Tiere, in allen möglichen Größen und Farbnuancen zu bestaunen. Vom schneeweißen Hermelin, über den Acht-Kilo Deutschen Riesen, die rot-braune Mecklenburger Schecke bis hin zum seidenweichen Weiße-Rexe Exemplar - es hoppelte sich munter und bunt durch das Stroh. Es ist bereits die neunte Schau in den heiligen Plauerhägener Hallen, die auch Züchter aus Güstrow und Schwerin mit vor Ort präsentierte.

„Man kann natürlich auch Tiere kaufen“, so Vereinsvorsitzender Ortwin Blödow, der mitsamt seiner Rasse „Alaska“ und stattlichen 385,5 Punkten den zweiten Platz machte. Und Achtung, diese Tiere sind entgegen jeglicher Mutmaßung pechschwarz und kein einziges helles Haar darf ihr plüschiges Fell zieren. Sonst gibt es Punktabzug.

 

Trotzdem kamen sie nicht gegen die kaffeebraune Übermacht der Havannas an. In den Kriterien von Gewicht, Körperform, Fellhaar, Pflegezustand und Unterfarbe – als blau zu verzeichnen- waren zwei der vier von den Zuchtrichtern am Freitag sogar mit der höchsten Klassifizerung „Vorzüglich“ bewertet worden. Die anderen teilten sich immerhin das „Hervorragend“.

Was Bernd Köpp sichtlich stolz macht, ist den höchstklassifizierten Mümmelmännern und -frauen ziemlich schnuppe. Ihr Lohn besteht aus ein paar Futtersäcken, die zusätzlich neben einem ordentlichen Pokal mit nach Hause kommen.

Der Plauer Gewinner züchtet die Rasse der Havannas bereits seit sieben Jahren, doch erste Erfahrungen in der Welt der Hoppler hatte er „von Kindesbeinen an“. Die Frage nach einem ordentlichen Stammbaum, so wie es aus der Zucht von teilweise Millionen-teuren Pferden bekannt ist, beantwortet Ortwin Blödow so: „Stammbäume gibt es nicht mehr in dem Maße, wie es sie zu DDR-Zeiten gab“.

Genauso wenig von Bedeutung ist die Namensgebung der bis zu acht Kilo schweren Tiere. Ist vielleicht auch besser fürs Gewissen: immerhin werden manche der heutigen Kandidaten, wenn wohl auch nicht die preisgekrönten, in dem einen oder anderen Festtagsbräter landen.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Von goldprämierten Hasen