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Bienenvolk wartet auf Frühling

Plau am See, den 07.02.2019

Plauer Imker Christian Rohde hat auch im Winter mit Kontrollen und Pflege seiner Insekten zu tun

Imker Christian Rohde läuft bei Eiseskälte über die Wiese hinter dem Plauer Hotel Marianne, wo einer seiner drei Bienenstände steht. Am Stand angekommen hebt er vorsichtig den Deckel eines Styroporkastens hoch und legt ihn ruhig beiseite. Unter einem dünnen Metallgitter sind unzählige Bienen zu erkennen, die sich mittig versammelt haben. Sie bewegen sich langsam, aber sie bewegen sich – und das trotz Minusgraden außerhalb des Kastens. Der Imker ist zufrieden und schließt den Deckel wieder. Auf den Imker warten in diesem Winter noch viele Aufgaben.

Mit der regelmäßigen Kontrolle der Bienenvölker überprüft Rohde, ob es Sturmschäden gibt und, ob seine Stände Vandalismus oder Diebstahl zum Opfer gefallen sind. Denn auch das sei schon vorgekommen, meint der Plauer, der die Imkerei Plauer Seeblick mittlerweile im vierten Jahr betreibt. Des Weiteren sei auch die Instandhaltung der Kästen wichtig. Diese müssten von Zeit zu Zeit neu gestrichen und die Holzriemchen gereinigt werden. Abgesehen davon sei er in den kalten Monaten vor allem damit beschäftigt, seinen Honig zu kontrollieren, Kerzen zu gießen, Wachstücher herzustellen, aber auch das Layout von Etiketten zu entwickeln und sich um das Marketing zu kümmern. Zudem besuche er Weiterbildungen, um sich mit anderen Imkern auszutauschen und betreue Jungimker, denn auch der „Generationsaustausch ist wichtig“ für ihn.

Zu guter Letzt sei es seine Aufgabe mit den umliegenden Bauern zu sprechen, um das sogenannte „Wandern“ - also das Umziehen des Standes mit der Blütezeit bestimmter Pflanzen – vorzubereiten. Das Bienenvolk schrumpft im Winter von maximal 60 000 Tieren auf zirka 6000 bis 8000 Tiere zusammen. Aber das sei ganz normal, sagt Rohde. Die Bienen bilden eine Traube um die Königin herum und halten diese so in ihrer Mitte, bei 5 bis 20 Grad Celsius, warm. Viel zu essen, würden die Tiere in dieser Jahreszeit übrigens nicht brauchen. Gelegentlich füttere er aber Bienenfutter, Eigenhonig oder Zucker.

Sobald es im Frühjahr wärmer wird, öffnet der Imker seine Kästen. Die Bienen schwärmen im Umkreis von ungefähr drei Kilometern aus und helfen mit dem Sammeln von Nektar dabei, dass ihr Volk wieder anwachsen kann.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Bienenvolk wartet auf Frühling