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Förderprogramm: Plau am See vernetzt

Erster Wasserflieger startete in der Seestadt

Plau am See, den 19.02.2009

PLAU AM SEE - Im kommenden Jahr wird Plau am See 775 Jahre alt. In diesem Rahmen soll an den deutschlandweit ersten geglückten Startversuch eines Wasserfliegers erinnert werden. Dieser fand auf dem Plauer See statt, weil der wegen seiner großen Nord-Süd-Ausrichtung ideal dafür war.

Zur Vorgeschichte: Ende 1908 gründete Major August von Parseval mit Prof. Prandtl die Motorluftschiff-Studiengesellschaft, ein Jahr später folgte die Flugstation August v. Parseval mit dem Geschäftszweig Herstellung und Vertrieb von Flugmaschinen in Plau. Am 9. Juli 1909 wird ein Gelände auf dem Zuruf/Plauer See besichtigt und Magistrat und Bürgerausschuss bewilligen ein Grundstück von ein bis zwei Hektar Größe, das ihm für drei Jahre kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Bereits zwei Monate später ist eine Flugmaschinenhalle errichtet.

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Der Hamburger Ingenieur Carl Schneider gründete dazu noch die Mecklenburgische Motoryacht-Companie (MMYC), die an den Flugversuchen beteiligt war. Im Jahre 1910 hatte die MMYC dann zusätzlich die Abteilung Flieger ins Lebens gerufen und auf einem Kahn eine Abflugrampe errichtet, mit dem Ziel viele Touristen anzulocken. In dieser Zeit entstand auch der breite Boulevard am See. Nach mehreren missglückten Versuchen startete am 7. Oktober 1910 ein Parseval-Flieger zu seinem ersten Flug. Etwa 350 Meter weit Richtung Stuer flog das Wasserflugzeug, dann stürzte es in Wasser. Der Pilot blieb unverletzt. Acht Tage später gab es allerdings beim zweiten Flug eine leichte Havarie während der Landung - die Parseval-Station stellte den Vertrieb ein.

Zur Erinnerung an diese Pionierarbeit gibt es in Plau am See am 7. Oktober 2010 eine große internationale Veranstaltung: "100 Jahre Wasserflugzeug - 1. Start in Plau am See". Dafür überreichte die BQG Neptun mbH aus Rostock in dieser Woche dem Museum des Heimatvereins Plau am See e.V. ein nachgebautes Modell der damaligen Startrampe mit Wasserflugzeug. Dieter Ehrke nahm es von Werner Fuchs und Jürgen Bohnke entgegen. Für die Hauptveranstaltung im nächsten Jahr stellen sich die Experten für Wasserfluggeschichte Dieter Rühe, Wyk auf Föhr, Prof.Wilzcek, Bodensee und Dr. Seifert, Bitterfeld zur Verfügung.

 

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